Heribert Faßbender: Leben, Karriere, Ehefrau, Kinder und sein Vermächtnis als „Mr. Sportschau“
Heribert Faßbender gehört zu den bekanntesten Sportjournalisten der deutschen Fernsehgeschichte. Über mehr als vier Jahrzehnte prägte er die Sportberichterstattung im Radio und Fernsehen und wurde vor allem als Moderator der ARD-„Sportschau“ zu einer festen Größe. Seine markante Stimme, sein hohes Sprechtempo und die legendäre Begrüßung „Guten Abend allerseits“ machten ihn unverwechselbar. Auch lange nach seinem Abschied vom WDR ist sein Name eng mit der deutschen Fußballkultur verbunden.
| Kurzbiografie | Details |
|---|---|
| Vollständiger Name | Heribert Faßbender |
| Geburtsdatum | 30. Mai 1941 |
| Geburtsort | Ratingen, Nordrhein-Westfalen |
| Beruf | Sportjournalist, Reporter und Moderator |
| Bekannt für | ARD-„Sportschau“ |
| Sender | WDR / ARD |
| WDR-Sportchef | 1982–2006 |
| Ehefrau | Uta Faßbender |
| Kinder | Eine Tochter |
| Bekanntester Spruch | „Guten Abend allerseits“ |
| Ruhestand | Seit 2006 |
Who is Heribert Faßbender?
Wer sich fragt, „who is Heribert Faßbender?“, findet die Antwort in einer außergewöhnlich langen journalistischen Laufbahn. Der am 30. Mai 1941 in Ratingen geborene Journalist begann seine Tätigkeit beim Westdeutschen Rundfunk bereits 1963. Während seines Studiums der Rechtswissenschaften in München und Köln arbeitete er zunächst als freier Mitarbeiter für den WDR-Hörfunk.
Seine erste Hörfunk-Übertragung fand am 27. März 1963 statt. Schon bald berichtete er über zahlreiche Sportarten, darunter Fußball, Tennis, Hockey, Eishockey und Reiten. Besonders eng verbunden war er jedoch mit dem Fußball. Er begleitete die neu gegründete Bundesliga praktisch vom ersten Spieltag an und entwickelte sich zu einem der bekanntesten Sportreporter seiner Generation.
Der Weg zum „Mr. Sportschau“
Seinen größten Bekanntheitsgrad erreichte Faßbender durch die ARD-„Sportschau“. Nach verschiedenen journalistischen und organisatorischen Aufgaben beim WDR wurde er 1979 Leiter des Düsseldorfer Landesstudios. 1982 übernahm er die Leitung der Programmgruppe Sport beim WDR-Fernsehen und blieb bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand 2006 in dieser verantwortungsvollen Position.
Über viele Jahre war er außerdem das prägende Gesicht der „Sportschau“. Rund 400-mal soll er die traditionsreiche Sendung moderiert haben. In dieser Zeit erreichte die Sendung am Samstagabend ein Millionenpublikum. Dadurch wurde aus dem Sportjournalisten eine Fernsehpersönlichkeit, die auch Menschen kannten, die sich nicht regelmäßig mit Sport beschäftigten.
„Guten Abend allerseits“: Heribert Faßbender Sprüche
Wenn es um Heribert Faßbender Sprüche geht, steht ein Satz ganz klar im Mittelpunkt: „Guten Abend allerseits“. Mit dieser Begrüßung begann er zahlreiche Sendungen und Übertragungen. Der kurze Satz entwickelte sich zu seinem persönlichen Markenzeichen und wurde zu einem Stück deutscher Fernsehgeschichte. Der WDR selbst bezeichnet die Anmoderation als Kult.
Faßbender war außerdem für Formulierungen bekannt, die durch ihre spontane und manchmal ungewöhnliche Art beim Publikum hängen blieben. Seine Sprache war schnell, direkt und gelegentlich unfreiwillig komisch. Gerade diese Mischung machte ihn für viele Zuschauer sympathisch und unverwechselbar. Die „Zeit“ würdigte ihn bei seinem Abschied 2006 als wichtigen und besonders schnellen deutschen Fußballkommentator.
Bemerkenswert ist, dass sein berühmtester Spruch noch Jahrzehnte später bekannt ist. Als Erik ten Hag 2025 als Trainer von Bayer Leverkusen vorgestellt wurde, begrüßte er die Anwesenden mit „Guten Abend allerseits“. Auf die Frage, ob er wisse, wer diesen Satz geprägt habe, antwortete der Niederländer: „Der Heribert.“
Große Fußballturniere und internationale Sportereignisse
Die Karriere des Reporters beschränkte sich keineswegs auf die Bundesliga. Faßbender berichtete von insgesamt acht Fußball-Weltmeisterschaften und neun Olympischen Spielen. Bereits bei der Weltmeisterschaft 1966 in England war er als Hörfunkmitarbeiter dabei. Später kommentierte er wichtige Spiele und Endspiele bei Welt- und Europameisterschaften.
Auch die Olympischen Spiele gehörten zu seinem journalistischen Tätigkeitsfeld. Seine langjährige Erfahrung machte ihn zu einem wichtigen Bestandteil der ARD-Sportberichterstattung. Bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland übernahm er zudem die Funktion des ARD-Teamchefs.
Heribert Faßbender Ehefrau: Was ist über sein Privatleben bekannt?
Zum Thema Heribert Faßbender Ehefrau gibt es einige öffentlich zugängliche Informationen. Seine Ehefrau heißt Uta Faßbender. Medienberichte und Bildmaterial aus seiner Verabschiedung beim WDR bestätigen die familiäre Verbindung.
Das Ehepaar lebt beziehungsweise lebte gemeinsam in Leverkusen. Faßbender hielt sein Privatleben im Vergleich zu seiner beruflichen Tätigkeit weitgehend aus der Öffentlichkeit heraus. Deshalb sind über seine Ehefrau und das Familienleben deutlich weniger Details bekannt als über seine journalistische Karriere.
Heribert Faßbender Kinder und Tochter
Auch beim Thema Heribert Faßbender Kinder ist die öffentliche Informationslage überschaubar. Bekannt ist, dass er mit seiner Ehefrau Uta eine Tochter hat. In Bildmaterial von seiner Verabschiedung beim WDR wird die Tochter als Johanna bezeichnet.
Da seine Familie nicht selbst im Mittelpunkt der Öffentlichkeit steht, sollten weitergehende persönliche Angaben mit Zurückhaltung behandelt werden. Seine Tochter und seine Ehefrau spielten in seinem privaten Leben eine wichtige Rolle, während Faßbender selbst vor allem durch seine berufliche Tätigkeit bekannt wurde.
Heribert Faßbender Krankheit: Gibt es eine bekannte Diagnose?
Die Suchanfrage Heribert Faßbender Krankheit wird häufig mit seinem Namen verbunden. Seriöse öffentlich zugängliche Quellen liefern jedoch keine belastbare Grundlage für die Behauptung, dass er an einer bestimmten Krankheit leide.
Im Gegenteil: Anlässlich seines 80. Geburtstags erklärte Bayer 04 Leverkusen 2021, dass es ihm nach eigener Aussage weiterhin gut gehe. Auch 2025 wurde der inzwischen 83-Jährige als regelmäßiger Besucher der Heimspiele von Bayer Leverkusen beschrieben.
Daher sollte man bei Aussagen über seinen Gesundheitszustand vorsichtig sein. Eine konkrete Erkrankung sollte nicht behauptet werden, solange dafür keine verlässliche öffentliche Quelle vorliegt.
Heribert Faßbender heute: Was macht der ehemalige Sportreporter?
Die Frage Heribert Faßbender heute lässt sich vor allem mit seinem Ruhestand beantworten. Am 30. September 2006 endete seine aktive Tätigkeit beim WDR nach insgesamt 43 Jahren. Damit ging eine außergewöhnliche Ära der deutschen Sportberichterstattung zu Ende.
Ganz vom Fußball verabschiedete sich der frühere Sportchef allerdings nicht. Nach seiner Pensionierung war er von 2007 an mehrere Jahre Mitglied des Gesellschafterausschusses von Bayer 04 Leverkusen. Auch danach blieb seine Verbindung zum Verein bestehen. Bayer 04 berichtete 2021, dass er die Spiele der Werkself weiterhin regelmäßig verfolgt.
Noch 2025 wurde er als regelmäßiger Gast bei Heimspielen von Bayer Leverkusen erwähnt. Sein Name ist damit auch im hohen Alter weiterhin eng mit dem deutschen Fußball verbunden.
Heribert Faßbender jung: Die Anfänge einer langen Karriere
Wer sich für Heribert Faßbender jung interessiert, findet den Ausgangspunkt seiner Karriere in Ratingen und beim WDR. Nach seinem Abitur studierte er Jura, entschied sich jedoch zunehmend für den Journalismus. Bereits Anfang der 1960er-Jahre sammelte er praktische Erfahrungen im Rundfunk.
Diese frühe Entscheidung für den Sportjournalismus erwies sich als prägend. Aus dem jungen Reporter wurde über die Jahrzehnte einer der bekanntesten Sportmoderatoren Deutschlands. Seine Laufbahn zeigt zugleich, wie sich Radio und Fernsehen seit den 1960er-Jahren verändert haben.
Auszeichnungen und bleibendes Vermächtnis
Für seine journalistische Arbeit erhielt Faßbender mehrere Auszeichnungen. Dazu zählen unter anderem das Goldene Mikrofon der Hörzu im Jahr 1978 und der Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen im Jahr 2001.
Sein Vermächtnis besteht jedoch nicht nur aus Preisen oder beruflichen Positionen. Er steht für eine Generation von Sportreportern, deren Stimmen zu einem festen Bestandteil großer Sportereignisse wurden. Seine Karriere begann mit der Bundesliga der ersten Stunde und endete erst 2006 nach mehr als vier Jahrzehnten beim WDR.
Heribert Faßbender bleibt deshalb eine prägende Persönlichkeit der deutschen Sportgeschichte. Seine Karriere, seine unverwechselbare Begrüßung und seine enge Verbindung zum Fußball machen ihn bis heute interessant. Für Leser von Zeitschriften Zeit bietet seine Biografie ein anschauliches Beispiel dafür, wie ein Sportjournalist über Jahrzehnte hinweg zu einer echten Fernsehlegende werden konnte.




